Donnerstag, 25. Februar 2010

Geschreibsel

In diesem Dorf wird über den Winter vergessen. Sie werden vom Licht geweckt und entfalten sich, jedesmal ein wenig anders. In diesem Sommer, da berühren die hellblonde Haarspitzen den Boden, die Frauen weben bunte Fäden in die ausgebleichten Stoffe. Die Männer malen die Häuser jeden Tag neu an, orange, blau, hellgrün, rot, sie versuchen mit ihren Farben das Licht einzufangen. In diesem Sommer erfinden sie neue Sprachen, neue Gerichte, neue Worte für ihre Träume, neue Spiele, neue Lieder, neue Tiere, eine neue Welt.
Nachts, erleuchten die Nachtfalter und die Sterne ihre Wege, in dem sich das Licht (und ihre Körper) in den langen Haaren verfangan, sich auf ihre Ohrmuscheln, Schulterblätter und Fußrücken niederslassen.


>> in meinem Notizbuch gefunden, als es noch dunkel war.

Montag, 22. Februar 2010

Ertrinkende, florierende Madame.

Bei mir gab's heute :
blauer Himmel, Sonnenstreifen, milchige Hoffnung.
>>(und 150 Leser!)

In Paris gab's :

Erinnerungen für die Wand, Skizzenbuch (fühlt sich so gut an), einen Stift von MUJI und Parfum ( eigentlich nur wegen der Verpackung und weil's so handlich ist)


Noch ein wenig gebrechliche, französische Gedanken für euch (Frau und der rote Mantel, schräger Gang, Goldränder)
Und ich befinde mich in dem ewigen Zwiespalt, aber es geht mir gut. Menschen denken an mich, sonnige Punkte spielen auf der Haut und die Hämatome sind (ausnahmsweise) Erinnerungen an eine gute Nacht.

Freitag, 19. Februar 2010

Paris, Paris






Ich bin (positiv) überrascht, 3 wunderbare Tage.
***

Durch die Straßen laufen, mit verspannten Schultern, harten Füßen und freien Köpfen. Mädchen und Tauben im Federkleid, geplant planlos umherirren und Schokolade in den Mundwinkeln (tanzende, taummelnde, laufende Schokolade, mit Mandel)
Wir wollten das sehen was alle schon gesehen haben und sehen werden, an dem Totgesehenen Dinge sehen und entdecken die nur uns gehören (Schnörkel, unten Links, verstaubt, Gare du Nord).
Mit dem Metro fahren und in fremde Wohnungen schauen, Nachts mit Licht. Franzosen mögen weiße Wände.





Sonntag, 14. Februar 2010

Schneeleise und schneehart.

Es ist alles schneeleise und mit ihren alten, rauen Händen versucht sie die gefrorenen Tücher von dem Eimer zu lösen. Über Nacht zu Stein geworden, geschwungene Formen und klammern sich fest. Die Formen erinnern an die Vorhänge aus ihrer Kindheit, als die Haut glatt und die Träume da waren. ***


(ich lese gerade nur Bücher über alte Männer, und das nichtmal absichtlich. Was soll DAS denn jetzt bedeuten?)

Samstag, 13. Februar 2010

Wir sollten dringend reden, anschweigen macht kaputt.



Ich habe mich ja unglaublich auf den heutigen Tag gefreut, weil ausschlafen und die Lieben treffen und nichts tun müssen.
Was war : ich habe, genau 40 Minuten lang in der Nacht geschlafen, hatte tierische Schmerzen und musste heute von Krankenhaus zu Krankenhaus gehen. Ich habe lauwarme Pizza gegessen und musste mich von Ärzten mit komischen Pullis untersuchen lassen und meine Füße waren nass (den Schlafmangel möchte ich hier mal nicht erwähnen)
Jetzt weis ich trotzdem nicht mehr und ich muss Tabletten schlucken, immerhin sind die Schmerzen besser. Ich tu mir selbst gerade ziemlich leid, hässliche Sache.


(schneit's bei auch auch so abartig schlimm/schön?)
***

Freitag, 12. Februar 2010

Zahnlückenfaible.


Euch allen ein schönes Wochenende! (und falls ihr wie ich eine Woche Ferien habt, dann natürlich auch schöne Ferien)
Übertreibt's mal ein bisschen und seid ein bisschen peinlich, das tut gut
.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Angstzustände und Wachelkandidaten.



Heute bin ich durch den (pulver)Schnee gelaufen udn habe dehydrierte Kirschen gegessen, hat sich unglaublich innovativ angefühlt.
Beim italienischen Friseur des Vertrauens über belanglosigkeit und warme Haare geredet, und 3 Milimeter ins Gesischt gerieselt bekommen. Jetzt sitze ich da und alles flimmert irgendwie und ich habe mich dazu entschlossen (heute) nichtsmehr für die Schule zu tun.
Wieso ruft den keiner an und sagt: " Ich habe dich vermisst und ich will dich sehen und kann ich vorbei kommen?".

Falls mich Jemand diesen Samstag (oder auch sonst) ein wenig entführen mag, nur zu.

Dienstag, 9. Februar 2010

Trübsal in rot.


Wir sitzen in der Bahn mit unseren gelben, vornehmen Gesichtern und spüren die diagonalen, (in)direkten Blicke unserer Kurzzeit-Nachbarn. Die Fenster schillern, das Putzmittel wird in Farben gebrochen und fettige Fingerabdrücke zieren die Ränder.
Die ganze Zeit über, habe ich deine Spuren um mich gespürt, immer da, ölig und permanent wie diese Fingerabdrücke, ich wollte ohne aber das war dir egal und wohl auch nicht bewusst. Jetzt mit Wucht und einer gewissen Belanglosigkeit sind sie weg und mir fällt auf, dass sich mein Magen nicht einmal umgedreht hat und meine Welt sich nicht einmal aufgelöst hat als du vorbei gelaufen bist.
Jetzt warte ich auf den Anfang (oder auch auf das Ende).
In den Ferien geht's 3 Tage lang nach Paris, any suggestions? Wo muss ich hin und wovon sollte ich die Finger lassen? Merci schonmal.

Montag, 8. Februar 2010

Assoziationen...

Zahnlücken und rote, blassrosa Lippen.

Samstag, 6. Februar 2010

-



Mit Einwegkamera durch die Schule (Toiletten) und durch den grauen Ort hier.
Mir geht's gerade gut, ich singe und backe Muffins und esse ein Croissant.

Edit : Ich hör' jetzt Frittenbude, passt super zum Muffins dekorieren.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Ich motz' nur rum.

Bin heute ziemlich von mir angewidert.
Ich mache Listen um mein Leben darin zu ordnen und ich hoffe ich habe meinen Nachhilfeschüler nicht allzu arg gequält.
Immerhin hat er es jetzt von einer 5, auf 'ne 4 geschafft.
Ich deprikuh.



(nichts mit Liebeleien heute, Bilder und schöne Wörter, denn das Leben ist auch nicht schön.)

Dienstag, 2. Februar 2010

Graublaustriemen.

Zersplitterte Fingernägel, überblätterte Seiten und gerunzelte Stirn.

Als ich 13 war, habe ich mit Begeisterung den Spiegel gelesen, wöchentlich. Ich habe alles in mir aufgenommen, die Informationen seziert, die schwarz weißen Buchstaben aneinandergereiht, die Bilder objektiv betrachtet, alles in die richtige Ecke gesteckt.

Als ich gerade eben den Spiegel gelesen habe, ist mir übel geworden. Kleine Mädchen mit blutüberströmten Gesicht, zynisch Lächelnde mitvierziger, gräuliche Horizonte. Die Buchstaben verschwimmen vor meinen Augen, ich muss mich in Jeden hineinversetzen, alles hinterfragen, was hat sie Gefühlt? Tut es weh, so weit weg zu sein?
Ich frage mich ob die kleinen Bilder auch Gefühle haben, ob sie sich in ihren 5cm² wohl fühlen, vielleicht ist es ja kalt.
Im Hintergrund redet die kalte, versucht fröhliche RTL-Stimme, glatte Gesichter, silberglänzendes Haar.
Ich will mir am liebsten die Ohren zuhalten, ich schäme mich, ich frage mich in was für einer Welt wir leben.

Montag, 1. Februar 2010

Schreck und Brotkrümel in den Augen.



Frühstücken hat seit neuestem die Tendenz extrem bedrückend zu werden.
Wir alle belügen uns, schauen über den Tisch wie verlorene Fische und bedüdeln uns mit gekünsteteln Lächeln und erfundenen Problemen.
Extrem beschissener Sonntag, so richtig. Wut staut sicht, jeden Tag, Schicht um Schicht.
Ich überlege eine Weile lang woanders zu schlafen, vielleicht hilft's ja.
Und am Wochenende bitte Kopf betrügen und weg von Zuhause (aber die Liebsten sind nicht da).